Vereinsneuigkeiten

Laufgruppe Wadenglück startet!

Donnerstag, 22. April 2021, 14:53 Uhr

Pandemie oder wie man beim Bodybuilding sagt: Massephase. Bizeps: unverändert, Trizeps: unverändert, Bauch: Schnitzelfriedhof. Die Wildecker Herzbuben hätten ihre wahre Freude an so manchem Kerl, der sich auch nach dem Lockdown noch Fußballer nennt. Dabei erinnert oftmals nur noch wenig daran, was der Durchschnittsdeutsche unter einem Fußballer versteht. Und genau das soll sich seit dieser Woche wieder ändern!


Damit wir zukünftig weiterhin als Fußballer und nicht als beleibte Hobbybleigießer durchgehen, wurde die Laufgruppe „Wadenglück“ ins Leben gerufen, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, 2-3 Mal pro Woche laufen zu gehen. Gestartet wurde am Fort VI, Laufrichtung Geißbockheim, entlang am Decksteiner Weiher mit einer flotten Wende Richtung Haus am See. Von hieraus lief man über den Stüttgenhofweg, an Jahnwiese und RheinEnergieStadion vorbei, umrundete die Vorwiese und lief dann über Olympiaweg, Junkersdorfer Straße und abschließend parallel zum Militärring zurück zum Fort VI. Ein nettes, frühabendliches Programm für Herren jenseits der 40. Das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Thöner hatte sich im Kleiderschrank vergriffen und kam in einer Radlerhose daher, die uns kein Detail ersparte und in die man ihn mit einem Tannenbaumtrichter reingeschossen hatte. Bin gespannt, wer ihn da wieder rausbekommt. Schon nach wenigen Kilometern verströmte unsere kleine Truppe einen Duft, der schwer an den im Beschäler-Zelt von Dschingis Khan erinnerte. Mazat ackerte wie eine Ölförderpumpe am Aralsee und erduldete geduldig die Dauerbeschallung durch Kellershohn und Thelen. Zwischendurch wurde auch noch ein wenig geplaudert: Man erzählte sich vom Homeoffice, Kurzarbeit und, dass einen die Pandemie dermaßen bekloppt macht, dass man ohne Zögern eine langjährige Brieffreundschaft mit dem Wendler eingehen würde. Ach ja, getrackt wurde übrigens  auch. Garmin, Apple, Samsung alle waren sie dabei, unterstützten und motivierten die alten Säcke. „Ja, ja,“ Schoß es durch unsere Köpfe, „wenn wir so weitermachen, sagt demnächst auch wieder der Ball: Knall mich an die Latte du Luder.“


Angespornt durch diese Vorstellung, zog man das Tempo an und überholte kurzerhand noch einen Bundesligaspieler, der aufgrund unseres unmenschlichen Schnaufens und lädierten Aussehens, in den nächsten 14 Tagen wohl nur noch mit Licht im Flur schläft. Zurück am Fort freute man sich über die gemeinsame Aktivität, die natürlich stets mit dem entsprechenden Abstand und unter Einhaltung sämtlicher Hygienevorschriften durchgeführt wurde und begann mit der Fehleranalyse. Man wollte schließlich wissen wo man ansetzen muss, wo der Hamster zu hinken beginnt, die Ballpumpe aus dem Elch gezogen werden muss. Fazit: Kilometer 4 und 7 haben uns den Schnitt ein wenig versaut. Trotzdem brachten wir es auf 10,21 Kilometer, in einer Gesamtzeit von 53:34 und 5:14 auf den Kilometer. Freitag geht es weiter!


Es liefen und ackerten: Michael Thelen, Marcus Mazat, Dennis Thöner, Marc Kellershohn, Christian Leroch und Thomas Liesenberg



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